Der Rubinlaser ist ein Feststofflaser mit einem Wellenlängenbereich von 694 nm.
Das Laserlicht wirkt ausschließlich auf die Farbpigmente und zerteilt sie in kleinere
Teile, so dass diese anschließend vom Körper „abtransportiert” werden können.
Das umliegende Hautgewebe wird dabei nicht verletzt. In der Regel sind mehrere
Therapiesitzungen zur vollständigen Entfernung einer Tätowierungen nötig.

Eine Tätowierung ist ein Bild oder auch ein Text, das bwz. der mit Tinte oder
anderen Farbpigmenten in die Haut eingebracht wird. Heute wird die Farbe in der
Regel mit Hilfe einer Tätowiermaschine durch eine oder mehrere Nadeln unter die
oberste Hautschicht gestochen und dabei ein Bild und/oder ein Text gezeichnet.


In den letzten Jahren wurden Tattoos mehr und mehr zu einer Modeerscheinung
(beispielsweise die Steißbeintätowierung). Früher aus innerem Antrieb und „tiefer
Verbundenheit” zu ihrer Tätowierung, tragen heute viele Menschen diese, um
einem Trend zu folgen. Mit dem Abklingen dieser Mode wächst bei vielen der
Wunsch, das Tattoo wieder entfernen zu lassen.

Bei der Entfernung von Tätowierungen steht heute vor allem die Rubinlaser-
Therapie wegen ihrer relativ guten Ergebnisse, ihrer guten Verträglichkeit und
ihres hohen Entwicklungsstandes im Vordergrund.

Bei der Entstehung von Tätowierungen werden im Heilungsprozess (bis etwa zwei
Wochen nach dem Stechen) die Farbpigmente durch körpereigene Kollagene ein-
gekapselt. Der Körper kann die Farbpigmente nicht mehr abbauen, die Tätowier-
ung bleibt erhalten.

Mit Einsatz eines Rubinlasers lassen sich diese Kollagenkapseln „aufbrechen”,
so dass der Organismus mit einer Zersetzung der Farbstoffe beginnen kann.
Allerdings folgt dem eine erneute Einkapselung, was Wiederholungen der Laser-
therapie (in der Regel zehn Sitzungen) erforderlich macht. Die Behandlung ist
nicht schmerzfrei, ergibt aber im Normalfall eine narbenlose Entfernung der
Tätowierung.

Die Entfernung einer schwarzen oder dunkelblauen Tätowierung mit dem Rubin-
laser ist relativ einfach, wenn auch zeitlich aufwändig. Rot- Orange- und Gelb-
töne sprechen auf die Behandlung deutlich schlechter an. Daraus ist der Schluss
zuziehen, dass bei dem Wunsch sich tätowieren zu lassen, schwarzen Tätowier-
ungen der Vorzug zu geben ist, da sie sich ggf. später leichter wieder entfernen
lassen.